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News 21. Juni | Christian Swoboda

Pascal Amon steht den Buchbinder Legionären ab sofort wieder zur Verfügung. Der Grund ist für den Spieler allerdings weniger erfreulich: Der Outfielder wurde am Dienstag von der MLB-Organisation der Los Angeles Dodgers entlassen, für die er seit 2016 spielte. Foto: Walter Keller.

Dabei schien der 20-Jährige auf einem guten Weg zu sein. Nach einem harten ersten Jahr in der Dominikanischen Summer League entwickelte sich der gebürtige Ingolstädter weiter und kam 2017 in der Arizona League für das Rookie-Team der Dodgers zum Einsatz. Zum Start der neuen Saison wurde Amon Mitte Juni zu den Odgen Raptors befördert. Doch bereits nach vier Spielen, in den er jeweils einen Hit erzielen konnte, folgte das Aus als Profi. Aufgrund der Juni-Drafts hatten die Dodgers ein Überangebot an Outfieldern in der Organisation, Pascal musste nach exakt 100 Einsätzen seine Koffer packen.

"Die Konkurrenz ist immens", erklärt Kai Gronauer, der selbst sieben Jahre in den Minor Leagues bei den New York Mets verbracht hat. "Als Europäer bist du ganz schnell draußen, wenn du nicht einen gewissen Schutz genießt." Der Cheftrainer hat mit Amon nach dessen Ankunft in Deutschland am Donnerstagvormittag Kontakt aufgenommen. "Pascal hat gleich signalisiert, mit nach Mannheim fahren zu wollen", freut sich Gronauer über die unverhoffte Verstärkung.

Amon muss laut Regelwerk auch die restlichen vier Hauptrundenspiele absolvieren, um im weiteren Saisonverlauf (Top-Vier-Runde und Play-offs) spielberechtigt zu sein. Über die Hintergrunde des Releases sprach Gronauer noch nicht mit ihm. "Das ist sicher gerade eine schwere Zeit für ihn. Ich war zum Glück nicht in dieser Situation, habe es aber bei einigen Mitspielern miterlebt. Plötzlich ist dein Traum zerplatzt."

Pascal Amon feierte 2015 als 18-Jähriger sein Bundesliga-Debüt bei den Buchbinder Legionären und kam in 35 Spielen auf 38 Hits, darunter vier Homeruns, und einen Schlagdurchschnitt von .280. Der linkshändige Schlagmann, der sich 2012 dem Sportinternat Regensburg angeschlossen hatte und seither jeden Winter auch als Trainingsbasis nutzte, durchlief sämtliche deutsche Nationalmannschaften im Nachwuchsbereich.