News | 2. Mannschaft 27. April 2012 | Christian Swoboda

Baseball-Bundesliga in Regensburg. Das bedeutet im Normalfall, der dreifache Meister Buchbinder Legionäre kämpft wieder um den Titel. Eine Klasse tiefer gibt es jedoch auch Bundesliga-Baseball zu bestaunen. Die zweite Legion geht in der zweithöchsten deutschen Liga an den Start und spielt dort eine gute Rolle.

An diesem Wochenende beginnt für das Team von Trainer Martin Brunner die siebte Zweitliga-Saison in Folge. Die Nachwuchsmannschaft des amtierenden Champions empfängt zum Auftakt Liga-Urgestein Ladenburg Romans. "Die Ladenburger sind allesamt Veteranen, die wissen was sie tun. Das ist schon ein harter Knochen, keine Frage", so Brunner.

Im letzten Jahr belegten seine Schützlinge in der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga Süd den fünften Platz. In diesem Jahr soll mehr herausspringen. "Unser Ziel ist jedes Jahr, die Liga zu gewinnen", so der ambitionierte Coach. Dies sei mit seiner jungen Mannschaft aber nicht so einfach, fährt der Leiter des Regensburger Sportinternats fort. "Es hängt viel davon ab, wie wir in die Saison starten. Wenn wir am Anfang ein paar Spiele gewinnen können, dann haben wir eine Chance", so Brunner.

Im Vordergrund steht jedoch die Förderung und das Formen der Nachwuchsakteure. Daher betont Brunner: "Aber letztendlich ist das nicht so wichtig. Wir wollen die Spieler weiterbringen." "Dennoch", ergänzt der gebürtige Österreicher: "Gewinnen ist auch ein Teil davon, insofern wollen wir einfach gut spielen."

Die zweite Mannschaft der Legionäre ist die Talentschmiede des Vereins. Ihr entspringen unter anderem die US-Profis Daniel Thieben und Donald Lutz. Aber auch Leistungsträger der ersten Mannschaft wie Ludwig Glaser, Rodney Gessmann oder Cedric Bassel liefen für die zweite Garde auf.

"Wenn man sich die erste Mannschaft anschaut, findest du bis auf die Ausländer nur Spieler, die im Internat und in der zweiten Mannschaft groß geworden sind", erklärt Brunner. Gleichzeitig prophezeit der Talentförderer der Legionäre: "Die müssen sich alle warm anziehen, da die jungen Spieler mächtig an der Tür klopfen werden. Und das ist auch gut so."

Vor allen Dingen der Werdegang des jüngsten Profis aus dem Regensburger Sportinternat, Daniel Thieben, zeigt, dass es sich lohnt einen Blick auf die Zweitliga-Mannschaft der Regensburger zu werfen. Der 18-Jährige lief im letzten Jahr kein einziges Mal für die Meistermannschaft auf, spielte sich jedoch im Unterhaus in den Fokus der Talentsucher.

"Das hängt mit dem Alter zusammen. In der Ersten geht es ums Gewinnen und ums erfolgreich Spielen. Talent alleine reicht da nicht, man muss schon ein fertiger Spieler sein", erklärt Brunner. Aktuell stehen im Kader der Legionäre II mit Maik Ehmcke, Eric Harms und James Larsen drei Junioren-Nationalspieler. Hinzu kommen mit Kevin König, Elias von Garßen, Sven Schüller und Wolfgang Reitter vier Jugend-Auswahlspieler, die sich an das Niveau bei den Herren gewöhnen sollen. Auch ihnen steht möglicherweise eine große Zukunft bevor.

"Es sind vier bis fünf Spieler dabei, die eine Chance haben, dort mitzumachen", sagt Brunner im Hinblick auf den nächsten Thieben: "Aber das heißt auch, dass man sein Talent fortentwickeln muss. Das ist, Stand jetzt, noch nicht der Fall. Aber dass einige dort hinkommen können, das steht außer Frage. Es ist eben ein Entwicklungsprozess." Dieser Prozess beginnt am Sonntag um 13 Uhr.