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News 25. Oktober | Christian Swoboda

Für die 1. Mannschaft der Buchbinder Legionäre ist bereits seit Anfang August Saisonschluss. In einem Interview zieht Cheftrainer Kai Gronauer nun ein Saisonfazit und gibt erste Einblicke in die Planungen für 2018. Foto: Stefan Müller.

Kai, wie fällt mit einigem Abstand zur abgelaufenen Saison dein Fazit aus? Kai Gronauer: Wir sind super schlecht in die Saison gestartet. Es hat uns direkt am Anfang einen Dämpfer verpasst, dass wir zweimal in Mannheim unter die Räder gekommen sind und auch zu Hause gegen Heidenheim nicht gut gespielt haben. Das war dann schon ein kleiner Fingerzeig für uns. Und leider hat es zu lange gedauert, bis wir uns davon erholt haben und sportlich auf dem Niveau waren, wo wir zu Beginn der Saison sein wollten. Wir waren vor allem gegen die guten Teams nicht in der Lage, unsere Stärken so einzusetzen und die Spiele enger zu gestalten, wie wir uns das gewünscht hätten.

Du hattest schon vor der Saison prognostiziert, dass es eine Zeit dauern wird, bis die Mannschaft ihr Potential ausschöpfen wird. Kai Gronauer: Die Entwicklung hat in der Saison zu lange gedauert. Natürlich hatten wir Spieler, die zum ersten Mal eine volle Saison in der 1. Bundesliga gespielt haben und sich an das Level gewöhnen mussten. Und das ist vor allem bei jungen Spielern schwerer, wie wir uns das vorher gedacht haben. Das war eine Fehleinschätzung. Aber wenn man sich die Spielentwicklung über die Saison betrachtet, und wenn wir uns nächstes Jahr weiter so entwickeln, dann bin ich davon überzeugt, dass wir den nächsten Schritt nach vorne machen und die Play-offs wieder erreichen werden. Wir sehen genau, wo die Fehler sind, und da gilt es jetzt in der Offseason anzusetzen, um besser in die nächste Saison zu starten.

Nach dem frühen Saisonende war angedacht für den restlichen Sommer noch weitere Freundschaftsspiele zu absolvieren. Woran lag es, dass es nicht geklappt hat? Kai Gronauer: Alle Mannschaften, auch im Norden, waren noch im Spielbetrieb. Im Süden kam Stuttgart als einzige Mannschaft in Frage. Dort stand aber schnell fest, dass der Cheftrainer nicht mehr weitermacht und sich die Spieler in den Urlaub verabschieden. Und im Umkreis wie Tschechien oder Österreich lief ebenfalls noch der Ligabetrieb. Die Cologne Cardinals hätten noch spielen wollen, das wäre aber erst im Oktober gewesen. Das hat für uns dann aber auch keinen Sinn mehr gemacht, da wir dann schon mehrere Wochen aus dem Spielrhythmus gewesen wären.

Die Planungen für die nächste Saison laufen schon. Wann startet bei euch das Wintertraining und ist für 2018 auch ein Trainingslager vorgesehen? Kai Gronauer: Das Wintertraining hat am 7. Oktober mit dem Krafttraining angefangen. Ab November kommen auch Baseballeinheiten dazu und das machen wir bis Anfang März, bis wir für sechs, sieben Tage nach Barcelona ins Trainingslager reisen.

Wie sieht es mit den Kaderplanungen aus? Kannst du schon sagen, wer kommt und wer geht? Kai Gronauer: Wir wollen uns natürlich verstärken und planen nächstes Jahr mit zwei Ausländern. Wir haben schon Kandidaten, aber bis jetzt ist noch nichts spruchreif. Maik Ehmcke wird uns leider verlassen. Das ist sehr schade, denn Maik war einer unserer sportlichen Stützen im letzten Jahr, aber er will wieder näher in sein familiäres Umfeld zurück und da wollen wir ihm keine Steine in den Weg legen. Dafür kommt Eric Harms zu uns zurück, er war zuletzt am College und hat dort seinen Abschluss gemacht. Ich bin ganz froh, dass Eric wieder hier ist, denn er gibt uns Tiefe im Kader und er wird der Mannschaft mit seiner Auslandserfahrung helfen.